Ganzjahresreifen, oder?

Geld sparen, Ganzjahresreifen nutzen – Autohändler haben diesen Trend schon lange umgesetzt und auch private Haushalte schwenken um.

Gute Voraussetzungen für Ganzjahresreifen:

  • man fährt wenig Kilometer pro Jahr: max 15-20tkm
  • man ist nicht darauf angewiesen, bei den schlechtesten Wetterbedingungen zu fahren: starker Schneefall, Eis
  • das Fahrzeug hat ein aktives Reifendruckkontrollsystem (vorgeschrieben), man braucht also an jedem Rad Sensoren
  • man fährt eher zurückhaltend und legt keinen Wert auf sportliche Fahrleistungen

Zählen Ganzjahresreifen als Winterreifen?

ja, wenn:

  • Produktionsdatum bis Ende 2017 (DOT bis ??17) – M+S Kennzeichnung reicht
  • Produktionsdatum ab 01.01.2018 (DOT ab ??18) – Alpinsymbol (Bergpiktogramm und Schneeflocke) notwendig, M+S alleine reicht nicht mehr

Warum muss man dann noch überlegen?

  • Ganzjahresreifen können nicht zaubern, sie sind schlechter als (gute) Winter- und Sommerreifen, das betrifft hauptsächlich Bremsweg, Fahrverhalten, Verschleiß
  • welche Eigenschaften am stärksten leiden hängt sehr davon ab, ob die „Basis“ des Ganzjahresreifens der Winter- oder der Sommerreifen des Herstellers ist. Dessen Stärken und Schwächen „erbt“ der Ganzjahresreifen zu großen Teilen.
  • Gerade die auf Wintertauglichkeit optimierten Ganzjahresreifen haben im Sommer auch oft einen erhöhten Spritverbrauch zur Folge

Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, spart nicht nur Lohnkosten für Radwechsel & ggf. Einlagerung. Bei Fahrzeugen mit aktiven Sensoren an jedem Rad müssen auch diese nicht gekauft und alle paar Jahre(4-6) ersetzt werden. So nutzt man im besten Fall das Reifenprofil besser aus und tut noch ein klein wenig für die Umwelt. Denn auch die Gummimischung eines Ganzjahresreifens altert und so muss nach 4-6 Jahren ein Ersatz eingeplant werden, will man nicht stark nachlassende Fahreigenschaften auf Nässe, Schnee und Eis in Kauf nehmen.